Die NitroWest Seite berichtet in einem tollen Bericht über den RMC Düren.

Auszug aus dem Bericht auf der NitroWest Seite:

 

Es war der 30. August 2009. Auf der Rennstrecke des RMC Düren kämpften 33 RC-Car-Piloten um Sieg und Sekunden – und erstmals um Punkte für eine neue Meisterschaft, die damals noch West-Meisterschaft hieß. Als Nitro-West-Masters hat sich diese Rennserie seitdem einen Namen gemacht, sogar über den DMC-Sportkreis West hinaus und auch im benachbarten Ausland, vor allem in den Niederlanden.

So feiert das Nitro-West-Masters, kurz NWM, 2018 sein zehnjähriges Jubiläum. Aber Düren ist nicht nur der Ort, wo alles begann. Der Kurs auf dem ehemaligen Gelände des belgischen Militärs ist der einzige im Kalender, auf dem das NWM in jedem Jahr ein Rennen ausgetragen hat.

Bemerkenswert: Als Zeitnehmerin saß damals, als das Rennen in Gedanken an die kurz zuvor verstorbenen RMC-Mitglieder Dieter Weck und Mike Derwall ausgetragen wurde, Nicole Börs in der kleinen Box aus Metall und Glas und sorgte mit Hilfe des Schieszler-Programms für die Ergebnisse. Und zehn Jahre später wird Nicole Börs erneut in der Zeitnahme-Box Platz nehmen, dieses Mal aber mit der weltweit genutzten Software von RCM für korrekte Ergebnisse sorgen, sogar Livetiming gehört längst zum Standard.

Vor allem seit Rüdiger Hepp vom langjährigen Vorsitzenden Markus Pütz, der 2009 als Rennleiter fungierte, das Zepter beim RCM Düren e.V. übernommen hat, verändern sich Verein und Strecke. Der Verein blüht auf und zählt mittlerweile über 50 Mitglieder, die Strecke setzt gerade in diesem Jahr mit neuen, flachen Curbs im markant rot-weißen Look sowie mit einer überhöhten Boxengasse neue Akzente.

In den zehn Austragungen erlebte Düren viele spannende Rennen, oft bei strahlendem Sonnenschein und eher höheren Temperaturen, manchmal aber auch überrascht von Regen, der so schnell ging wie er gekommen war. Auch wenn der mit 232 Metern kürzeste Kurs im NWM-Kalender früher durchaus seine Tücken hatte, von denen die meisten längst ausgemerzt sind, waren auch Rennen mit bis zu zwölf VG8-Boliden kein Problem. Vor allem ist es der topfebene Asphalt, der diese Strecke auszeichnet. Mit einem maßvollen Schuss an Extra-Grip, erzeugt durch eine über nahezu die gesamte Bahnbreite versprühte Industriezucker/Wasser-Mischung, wird in Düren die Crashgefahr spürbar minimiert und der Spaßfaktor vervielfacht.

Damals, als alles begann, war die VG10 mit 25 Startern die stärkste Klasse. In den Vorläufen hatte Andreas Weyhoven die Nase vorn, im Finale aber setzte sich Sebastian Bürge durch, Benjamin Lehmann holte sich Rang zwei vor Weyhoven. Nur acht Fahrer zählte die VG8, in der ein gerade 15 Jahre alter Tobias Hepp klar dominierte, in den Vorläufen wie im Finale. Für Frank Schewiola und Ralf Vahrenkamp blieben damals die Plätze zwei und drei.

Tobias Hepp, der auf dieser Strecke zuhause ist, hat in diesen zehn Jahren auch die meisten Siege eingefahren, insgesamt vier. Er gewann 2009, 2010 und 2017 die VG8, zudem 2010 die VG10. Einen Sieg weniger, also drei, verzeichnet Frank Schewiola, der sich 2011, 2013 und 2014 in der VG8 durchsetzte.

Drei Fahrer haben es in zehn Jahren fünf Mal auf das Podium geschafft, nämlich Frank Schewiola, Benjamin Lehmann und NWM-Initiator Uwe Baldes.

Zwei Fahrer konnten sogar in zwei Klassen Siege einfahren. 2010 gelang Tobias Hepp das Kunststück, an einem Tag beide Klassen für sich zu entscheiden. Thilo Tödtmann gewann 2011 bei der Premiere der HC8 und 2014 in der VG10.

Zwei Siege in Folge haben bisher vier Fahrer geschafft, nämlich Tobias Hepp (2009 und 2010 in der VG8), Frank Schewiola (2013 und 2014 in der VG8), Melvin Diekmann (2016 und 2017 in der VG10) sowie Hermann-Josef Fuchs, der sich 2016 und 2017 in der HC10 als Sieger feiern ließ.

In der NWM-Chronik des RMC Düren stehen auch zwei Vater/Sohn-Gespanne: Rüdiger Hepp, 1981 einer der Gründungsväter des RMC Düren, machte es 2013 seinem Sohn Tobias nach und trug sich als Sieger der HC8 in die Analen ein. Vor sechs Jahren kletterte Thomas Kröger aus Dritter auf das VG8-Siegerpodest, 2017 stand sein Sohn David als Dritter erstmals auf dem RCM-Podium.

Übrigens: Der einzige Ü70-Pilot der NWM-Familie, Werner Vogel, erkämpfte in fünf HC10-Rennen schon drei Podiumsplatzierungen, zweimal als Zweiter und einmal als Dritter.

Der Vollständigkeit halber: Vor einem Jahr gewann Tobias Hepp die VG8 vor Christian Wurst und Uwe Baldes, in der VG10 hatte Melvin Diekmann die Nase vorn vor René Püpke und Majuran Tharmalingam, in der HC8 setzte sich Waldemar Liedke gegen Ingo Braun und David Kröger vor, und in der HC10 siegte Hermann-Josef Fuchs vor Florian Düppe und Werner Vogel.

Die Starterzahl von 33 Fahrern bei der Premiere wurde nur 2011 (32) unterboten, das größte Starterfeld wurde 2014 und 2015 mit je 55 Teilnehmern verzeichnet.

Link: NWM-Chronik Düren

 

Quelle: Nitro-West.de

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